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Einfluss der Ernährung auf die Krebsentstehung
Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die Ernährungsweise und bestimmte Nahrungsbestandteile fördernden Einfluss auf die Entstehung einiger Krebserkrankungen haben können:
- Überernährung und Übergewicht,
- bestimmte Lebensmittel und Nährstoffe im Übermaß, z.B. Fett, Eiweiß (Protein), Alkohol, Kaffee, Salz,
- ein Zuwenig an bestimmten Nahrungsbestandteilen wie Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe,
- Schadstoffe, die beim Verderben entstehen, z. B. Schimmelpilzgift, Braunfäule oder ranzige Fette,
- Schadstoffe, die während der Erzeugung und Verarbeitung ungewollt oder gewollt in das Lebensmittel gelangen: Rückstände von Düngemitteln (Nitrat), Umweltgifte (Blei, Cadmium; Benzpyren aus Benzinmotoren und Industrieabgasen), bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe (Nitritpökelsalz bildet Nitrosamine), Verbrennungsrückstände beim Räuchern und Grillen (Benzpyrene u. a. krebserregende Kohlenwasserstoffe), Schadstoffe, die durch starkes Erhitzen entstehen (Peroxide in Öl, zersetztes Eiweiß in Fleisch).
 Verringerung des Risikos von Magenkrebs in Verringerung des Risikos von Lungenkrebs in Abhängigkeit vom Gemüseverzehr (g/Tag). in Abhängigkeit vom Gemüseverzehr (g/Tag).
Auffallend ist auch, dass einzelne Gemüsearten besonders vor bestimmten Krebsarten schützen können. So sind z.B. Kohlgemüsearten vor allem bei Blasenkrebs und Tomaten bei Prostatakrebs wirksam. Da jedes Gemüse jedoch seine jeweils eigene Zusammenstellung an schützenden sekundären Pflanzenstoffen besitzt, ist eine vielfältige Auswahl an Gemüsearten wichtig. Dies erklärt vermutlich, warum Personen, die viele verschiedene Gemüsearten pro Woche essen, ein geringeres Krebsrisiko haben, als Personen, die nur wenig verschiedene Gemüsearten verzehren.
Mineralstoffe und Spurenelemente
Mineralstoffe erfüllen wie die Vitamine wichtige Aufgaben im Körper und müssen täglich mit der Nahrung aufgenommen werden.
Die Entstehung von Dickdarmkrebs wird durch kalziumreiche Nahrung (Milchprodukte und Haselnüsse) gebremst. Möglicherweise bindet der Mineralstoff die Gallensäuren und bestimmte Fette, die unter Umständen die Krebsentstehung begünstigen würden, und sorgt damit für ihre Ausscheidung.
Bedeutung bei der Tumorentstehung kommt auch dem Spurenelement Selen zu. Es schützt zusammen mit Vitamin E vor Zellzerstörung durch oxidierende Substanzen. Es ist Bestandteil eines Enzyms, das Radikale abfängt. Außerdem stärkt es die Abwehrkräfte, indem es "Fresszellen" und "Killerzellen" aktiviert. Fresszellen sind große weiße Blutkörperchen, die auch in Gewebe einwandern. Sie können Bazillen, Zellabfälle sowie Tumorzellen einschließen und vernichten. Killerzellen sind andere weiße Blutkörperchen, die mit Hilfe von Antikörpern artfremde oder entartete Zellen töten.
Studien weisen darauf hin, dass ein Mangel an Selen das Krebswachstum an allen Organen einschließlich der Haut fördert.
Japaner, die traditionell viel Reis, aber auch Fisch essen, nehmen doppelt so viel Selen auf wie "westlich" ernährte Menschen. Getreide ist ein wichtiger Selenlieferant, doch der Boden in nordeuropäischen Ländern enthält zu wenig Selen, das die Pflanzen aufnehmen könnten. Die Verarbeitung zu Brot bedeutet zusätzliche Selenverluste. Getreide aus selenreichen Ländern, z.B. Weizen aus Nordamerika, verbessert die Versorgung mit Selen. Naturreis und Vollkornmehle enthalten mehr Selen als Auszugsmehle.
Die tägliche Selenmenge in der Nahrung sollte zwischen 50 und 100 µg (Mikrogramm = tausendstel Milligramm) betragen. Bei Mengen ab 800 µg täglich kommt es zu chronischen Vergiftungen. Akute Vergiftung äußert sich in Erbrechen, Durchfall, Rhythmusstörungen und Tod.
Da Deutschland eher ein Selenmangelgebiet ist, sollten bewusst selenreiche Nahrungsmittel ausgesucht werden. Neben Vollkorngetreide sind Fisch, Sesam, Kokosnuss, Sojabohnen und Eier gute Selenlieferanten.
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Angaben pro 100 g essbarer Anteil
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µg
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Weizen (ganzes Korn)
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3-100*
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Mais
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16
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Naturreis
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11
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Hafer
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7
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Kokosnuss
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810
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Paranuss
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103
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Sesam
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800
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Sojabohnen
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60
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Hühnerei
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20
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Hering
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55
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Rothbarsch
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44
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Thunfisch
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82
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